Lotto-Systeme - mit 007 auf der Jagd nach dem Glück

Der Reiz des Millionengewinns verführt, bestimmte Strategien auszuprobieren. Aber wäre es nicht super, wenn ein Spieler einfach mehr Zahlen ankreuzen könnte? Das müsste doch die Chancen steigern und ein weiterer Schritt zum Millionengewinn sein. Das ist tatsächlich möglich – mit Systemspielen. Es gibt Vollsysteme wie 007 und Teilsysteme wie 609 bei Lotto 6aus49. Doch es gibt für beide einen Haken. Vollsysteme sind teuer und Teilsysteme unvollständig. Wir erklären, worauf es ankommt.

Vollsysteme: mehr Kreuze, mehr Chancen

Vollsysteme heißen bei Lotto zum Beispiel 007, 008 oder 012. Dieser Zahlen bedeuten: Es handelt sich um ein System. Die jeweiligen Ziffern im Systemnamen geben an, wie viele Gewinnzahlen der Spieler ankreuzen darf. Bei einer Teilnahme mit dem System 009 wählt der Glücksjäger also neun Zahlen in einem Kasten als seine Spielzahlen aus. 

Vollsysteme sind leicht verständlich. Denn natürlich steigert jedes Kreuz die Chance auf eine korrekte Kombination. Allerdings gibt es einen Nebeneffekt: Jede angekreuzte Zahl steigert nicht nur die Gewinnchancen, sondern auch die Anzahl der möglichen Tippkombinationen. Das wiederum bedeutet, dass die Scheinabgabe teurer wird. Der wesentliche Unterschied zum normalen Lottoschein: Statt verschiedene Kästchen mit sechs Zahlen zu spielen, gibt es ein Spiel auf einen Kasten, der deutlich mehr Kombinationen beinhaltet. Der Spieler legt sich so zugleich auf bestimmte Zahlen fest.

Beispiel: So funktioniert das Lotto-System

Tippt jemand – vereinfacht – die Zahlen von 1 bis 7 beim System 007, gewinnt er mit sechs Richtigen, wenn sich unter diesen Zahlen alle sechs Gewinnzahlen befinden. Logischerweise ist das mit einem Kreuz mehr wahrscheinlicher als mit einem Kreuz weniger. 

Es gibt bei 007 insgesamt sieben mögliche Kombinationen für die getippten Zahlen, die jeweils ein Spiel ergeben: 

  • Tipp 1: 1, 2, 3, 4, 5, 6
  • Tipp 2: 1, 2, 3, 4, 5, 7
  • Tipp 3: 1, 2, 3, 4, 6, 7
  • Tipp 4: 1, 2, 3, 5, 6, 7
  • Tipp 5: 1, 2, 4, 5, 6, 7
  • Tipp 6: 1, 3, 4, 5, 6, 7
  • Tipp 7: 2, 3, 4, 5, 6, 7

Das ergibt sieben Spielteilnahmen mit entsprechenden Kosten! Bei dem System 007 ist das noch recht überschaubar. Aber jede weitere Zahl steigert die mögliche Anzahl von Kombinationen gewaltig. Bei 008 sind es bereits 28 Spiele, bei 009 schon 84 und bei 010 satte 210 mögliche Kombinationen und damit auch Spielteilnahmen. 

Kurz: Jedes Kreuz mehr steigert nicht nur die Gewinnchancen, sondern auch die Einsatzkosten erheblich! 

Mehr Chancen auf Gewinnklassen

Das Vollsystem bietet selbstverständlich auch einen großen Vorteil: Es ist nicht nur einfacher, sechs Richtige zu erzielen. Im Gewinnfall erreicht ein Schein auch mehr als eine Gewinnklasse. Dadurch steigert sich der potenzielle Gewinn.

Würden passend zum oben genannten Beispiel die Gewinnzahlen 1, 2, 3, 4, 5 und 7 lauten, erzielt der Spieler – ohne Berücksichtigung der Zusatzzahl - mit Tipp 2 sechs Richtige. Aber alle anderen Tipps gewinnen ebenfalls - mit fünf Richtigen! Der Glückliche erreicht also einen Sechser und sechs Fünfer! Dadurch steigt der Anteil bei der Gewinnausschüttung beträchtlich. Bei weniger Treffer verändert sich diese Aufteilung nach bestimmten mathematischen Mustern. Eine entsprechende Tabelle haben die meisten Lottoanbieter hinterlegt. 

Teilsysteme: günstiger, aber unvollständig

Eine zweite Systemart bei Lotto 6aus49 sind Teilsysteme. Grundsätzlich funktionieren diese zunächst ähnlich wie Vollsysteme. Es gibt jedoch eine Einschränkung: Es werden nicht alle potenziellen Tippreihen gewertet. Dadurch bleiben die Kosten auch bei vielen getippten Zahlen halbwegs im Rahmen, aber auch die Gewinnchancen deutlich reduzierter im Vergleich zu denen der Vollsysteme.

Was bedeutet das genau? Bei Spielen mit Teilsystemen darf ein Spieler neun bis 26 Zahlen ankreuzen. Das klingt verlockend und wie ein fast sicherer Gewinn. Doch so einfach ist es leider nicht. Denn die enorme Anzahl an Zahlen bedeutet auch, dass es eine gewaltige Anzahl von möglichen Tippreihen und damit tatsächlichen Spielen gibt und in der Folge erhebliche Einsatzkosten entstehen. Das unterbindet 6aus49, indem die Kombinationsfähigkeit der getippten Zahlenreihen nach bestimmten Mustern unterbrochen ist. Das bedeutet: Nicht jede mögliche Kombination nimmt tatsächlich an der Gewinnausspielung teil. 

Ein Sechser im Teilsystem, der gar keiner ist …

Tippt ein Spieler bei 609 zum Beispiel die Zahlen 4, 23, 25, 32, 34, 37, 40, 41 und 44 kann es sein, dass er damit trotz Ankreuzens aller Zahlen tatsächlich nicht mit der Kombination 23, 25, 32, 37, 41, 44 an der Ziehung teilnimmt. Durch mathematische Systeme werden bestimmte Tippreihen „geblockt“ und von der Ziehung ausgeschlossen. 

Anders gesagt: Zwar sind alle angekreuzten Zahlen potenzielle Gewinnzahlen, aber nicht in jeder theoretisch möglichen Kombination von genau sechs Zahlen können diese auch gewinnen.

Schablonen und Gewinnwahrscheinlichkeiten

Die genaue Aufteilung aller angekreuzten Gewinnzahlen der daraus resultierenden tatsächlichen Tippreihen in gespielte und nicht gespielte ist bei Teilsystemen sehr kompliziert. Sie folgt aber einem vorher definierten Muster. Auch dieses ist bei den meisten Lottoanbietern als Information hinterlegt. Es gibt auch sogenannte Auswertungsschablonen, mit denen jeder vor einem Tipp abschätzen kann, in welche Gewinnklasse sein Teilsystemtipp bei einem Gewinntreffer rutscht. 

Geringe Kosten und niedrigere Ausschüttungen

Durch das Einschränken der teilnehmenden Reihen sinken die Kosten. Teilsysteme sind daher günstiger als Vollsysteme mit der gleichen Anzahl an Kreuzen. Aber bei jeder erreichten Gewinnklasse gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass diese nicht erreicht ist, sondern sich in tiefere Klassen verlagert. 

Vereinfacht gesagt: Ein durch viele getippte Zahlen im Teilsystem eigentlich erreichter Sechser unterliegt einer großen Wahrscheinlichkeit, nur als fünf richtige Zahlen in die darunterliegenden Gewinnklassen geschoben zu werden! 

Zur Erinnerung: Hintergrund ist, dass der Spieler zwar viele Zahlen ankreuzt, aber eben nicht alle möglichen Kombinationen tatsächlich an der Ziehung teilnehmen. Sonst wären solche Systeme nahezu unbezahlbar. 

Mit System auf das Glück hoffen

Sowohl Vollsysteme als auch Teilsysteme haben ihre Berechtigung. Beide steigern die Chance, überhaupt einen Treffer zu landen. 

  • Das Vollsystem bietet dabei zusätzliche Gewinnausschüttungen, kostet aber pro sich aus den Zahlen ergebende Tippkombination einen Einsatz. 
  • Teilsysteme erlauben noch mehr Zahlen, unterbrechen aber die damit gespielten Kombinationen. Das hält den Einsatz niedrig. Zugleich sinkt aber die Wahrscheinlichkeit auf die beste Gewinnklasse. 

Eins ist aber sicher: Ein Lottoschein mit einem der Spiele nach System wie 007 oder auch 609 oder 710 ist aus mathematischer Sicht ein klarer Vorteil. Denn die Chance auf sechs richtig getippte Zahlen steigt mit jedem Kreuz deutlich an.

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